SPITZENWINZER

Weingut Peter Jakob Kühn / Rheingau

Seit rund 230 Jahren ist das Weingut im Familienbesitz. Vor allem in den vergangenen drei Dekaden hat die Wertschätzung dieser alten Tradition mehr und mehr das Tun bestimmt. Mit Respekt vor dem Wissen und der Erfahrung unserer Urväter arbeiten das Weingut seit 2004 als zertifiziertes Demeter-Mitglied nach den Grundsätzen der Biodynamie. So kommt es seitdem im größtmöglichen Einklang mit der Natur seiner Idee von beseelten Weinen immer näher.

Das Weingut in seiner heutigen Form haben Peter Jakob und Angela aufgebaut. Als sie Ende der 70er-Jahre den Familienbetrieb übernahmen, musste erst ein neuer Standort geschaffen werden. Mit dieser Grundlage haben sie daran gearbeitet, die Qualität der Weine immer weiter zu entwickeln und zu verfeinern.

Ein toller Erfolg Ihrer Arbeit und für Ihren Weg war der Sieg beim Deutschen Riesling Preis mit Ihrem 1991er Riesling aus dem Oestricher Doosberg. Das war einer von vielen kleinen aber wichtigen Meilensteinen in ihrer Entwicklung.

Weingut am Nil / Pfalz

Die Umgebung des Guts wurde schon von den Römern für den Weinbau entdeckt, deren Spuren bis heute erhalten sind. Nach der Gründung Kallstadts wurde diese Tradition wiederaufgenommen und über die Jahrhunderte gepflegt. Eine einzigartige Kulturlandschaft wuchs heran.

Seit dem 15. Jahrhundert ist der Löwe das Wahrzeichen des Ortes. Auch die Winzerfamilie Schuster, die das heutige Gut 1841 begründete, wählte den Kallstadter Löwen zu ihrem Sinnbild und platzierte ihn auf dem Gutsetikett. Unter diesem Vorzeichen gedieh das Gut zu seiner heutigen Größe und setzte auf die Vielfalt seiner namhaften Lagen – eine Tradition, die verpflichtet und die die neuen Besitzer fortführen werden. Im September 2010 übernahm die Familie Dr. Ana und Reinfried Pohl jr. den Traditionsbetrieb. Mit einem klaren Bekenntnis zu den charakteristischen Eigenheiten seiner Lagen fügte sich das Gut neu in die gewachsene Landschaft ein: Es wurde nach der historischen Einzellage Nil (heute Teil des Kallstadter Saumagens) benannt.

Weingut Markus Molitor / Mosel

Markus Molitor übernimmt 1984 im Alter von 20 Jahren das väterliche Weingut mit einem klaren Ziel: In der Tradition von acht Generationen sollen unter dem Namen „Molitor“ Mosel-Rieslinge entstehen, wie sie die Region vor 100 Jahren zu Weltruhm führten – lagentypisch, unverwechselbar und extrem lagerfähig.

„Echte Weinberge, im Gegensatz zu
den unendlichen Weingärten der Welt,
machen unsere Lagen einzigartig.“

„Von früher lernen“ – Kompromisslose Qualitäts-(hand)arbeit und Selektion im Weinberg, Ernte und Präzision im Keller verbunden mit dem Wissen und der Erfahrung um Natur, Traube und Weinbereitung – jede Lage und jeder Jahrgang kommen geschmacklich zum Ausdruck.

Weine von Markus Molitor zeigen das Potential der Mosel-Terroirs – Struktur und Geschmackstiefe gepaart mit Frische und Eleganz. Der Sitz des Weinguts liegt inmitten des Wehlener Klosterbergs und bewirtschaftet Weinberge in 15 verschiedene Lagen, jede auf Ihre Art einzigartig – und nur deswegen eine „Molitor-Lage“.

 

„80% Neigung – 94%Riesling – 100% Leidenschaft“

Die „Molitor-Weinberge“ liegen von Brauneberg bis Traben-Trarbach und seit 2001 auch an der Saar. Durch die weitere regionale Verbreitung und die damit einhergehende Vielfalt der Schieferböden und Mikroklimata der Weinberge repräsentieren die „Molitor-Weine“ sämtliche Spielarten des Moselweines.

Die Rebfläche ist überwiegend mit Riesling bestockt – auf ausgesuchten Parzellen wachsen die herausragenden Weiß- und Spätburgunder. Spätburgunder an der Mosel? Erst in den 30er Jahren wurde der Rotweinanbau an der Mosel gesetzlich untersagt – was viele nicht wissen: Früher waren große Rebflächen an der Mosel mit Pinot Noir bestockt!

Ausgewählte HandarbeitMehrfache Selektion, reine Handarbeit, bewusste Begutachtung jeder einzelnen Traube – die Ernte als arbeitsintensivste Periode im Jahr ist ausschlaggebend für die Qualität dessen, was in der Flasche ist. Mit einem erfahrenen Team werden die Trauben in mehreren Durchgängen ausschließlich von Hand gelesen – denn was an über 350 Tagen im Jahr sorgsam beobachtet und gepflegt wird soll in der Ernte auch seinen Höhepunkt finden.

Die Zeit ist ein entscheidender Faktor. Trotz des erhöhten Risikos wird erst sehr spät geerntet. So bleibt ausreichend Zeit für die physiologische Reife der Trauben – das wichtigste Kriterium um gesteigerte Extraktwerte bei animierende Säure die optimale Balance der Weine zu entwickeln.

Weingut Tina Pfaffmann / Pfalz

Schon mit 16 Jahren wusste sie »als Mädel, dass ich genau das machen will« und begann eine Winzerlehre. Gegen manche Vorurteile und Umwege — selbst über Australien — hat sie es dann geschafft und übernahm den 15 Hektar großen Betrieb ihrer Eltern.

Dieser soll nicht weiter wachsen, sie will kein Massenprodukt, sie will ihren Charakter in ihre Weine legen. Und bei Tina Pfaffmann darf man auf alles gefasst sein …

Tina Pfaffmann übernahm das elterliche Weingut mit rund 15 Hektar im Jahr 2000 und führt dieses nunmehr in der 4. Generation. Die Bodenbeschaffenheit des in Frankweiler im Herzen der Pfalz gelegenen Guts ist typisch für die Region, Lehm mit Kalk. Der Schwerpunkt liegt im Weißwein-Anbau, jedoch sind die Rebsorten auf dem Weingut Pfaffmann vielfältig und geben eine Auswahl, die von Riesling über Weiß- und Grau-Burgunder sowie Gelber Muskateller, Blanc de Noir, Gewürztraminer, Scheurebe bis hin zu Grüner Silvaner reicht.